Die Waldjugend-Gruppe Niedernhausen-Idstein engagiert sich für den Schutz der heimischen Natur: Einmal im Jahr unterstützen die Jugendlichen die Gemeinde Niedernhausen bei Aufgaben rund um Wald und Naturschutz.
Beim so genannten „Forsteinsatzlager“ am Samstag, 24. Oktober 2026, standen wichtige Arbeiten im Wald auf dem Programm.
Auf einer Kahlschlagfläche an der Hohen Kanzel haben die Jugendlichen die Spätblühende Traubenkirsche (Prunus serotina) bekämpft. Die ursprünglich aus Nordamerika stammende Strauchart ist mit der bei uns verbreiteten Wildkirsche (auch „Schwarzkirsche“ oder „Vogelkirsche“ genannt) und gilt in Europa als invasiv. Sie wächst schnell, bildet dichte Kronen und verdrängt dadurch heimische Pflanzen. „Die Spätblühende Traubenkirsche ist weder ökologisch noch forstwirtschaftlich wertvoll. Sie besetzt massiv freie Flächen im Wald, die wir gerne mit standortgerechten Baumarten neu anpflanzen möchten,“ erklärt Förster Christoph Dries von HessenForst, der die Waldjugend bei ihrem Einsatz anleitete.
Die Bekämpfung ist besonders arbeitsintensiv, da sich der Strauch über Austrieb aus den Wurzeln vermehrt. Einfaches Abschneiden reicht daher nicht! Die Traubenkirschen wurden angehackt und dann abgeknickt. Bei dickeren Stämmen wurde die Rinde bis auf das Holz abgeschält. Die Pflanze steckt dann ihre Energie in die Heilung der Schadstelle anstatt in die Vermehrung.
Die Waldjugend ist die Jugendorganisation der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Sie bringt jungen Menschen die Natur und den Wald näher und verbindet Umweltbildung mit praktischem Naturschutz. Bei gemeinsamen Aktionen lernen Kinder und Jugendliche, Verantwortung für ihre Umwelt zu übernehmen und sich aktiv für den Erhalt heimischer Lebensräume einzusetzen.
Mit ihrem Einsatz leistet die Waldjugend-Gruppe Niedernhausen-Idstein einen wertvollen Beitrag zum Schutz der heimischen Wälder und zur Förderung der Artenvielfalt. Wir sind sehr dankbar, die jungen Naturschützer regelmäßig in Niedernhausen begrüßen zu dürfen!