Eichenprozessionsspinner machen jeden Sommer von sich reden, weil ihre Raupen bei Hautkontakt mit Menschen eine allergische Reaktion, die so genannte „Raupendermatitis“ auslösen: Juckende und brennende Schwellungen auf der Haut und zum Teil schwere allergische Reaktionen. Diese können für Kinder und Haustiere durchaus gefährlich werden. Wie der Name schon sagt, besiedelt der Eichenprozessionsspinner vor allem Eichen und legt dort seine Eier ab. Die Raupen bewegen sich in großen Gruppen ähnlich einer Prozession, daher der Name. Die Insekten treten als wärmeliebende Art besonders auf einzeln stehenden Bäumen, kleineren Baumgruppen und an Waldrändern auf.
Der Eichenprozessionsspinner vermehrt sich gerade wieder stark in unserer Region. Als Gemeinde behandeln wir gezielt Bäume an bestimmten Orten präventiv, vor allem Eichen auf dem Gelände von Kitas und auf Spielplätzen. Allerdings können die lästigen Raupen jederzeit dort auftauchen, wo es Eichen gibt.
Daher ist Ihre Mithilfe gefragt: Wenn Sie größere Ansammlungen von Eichenprozessionsspinnern und ihren Raupen beobachten, melden Sie den Standort bitte an den Grünflächenbeauftragten der Gemeinde, Herrn Gero Wilhelmi (Telefon 0617 903-123 oder per Email gero.wilhelmi@niedernhausen.de ). Bitte seien Sie besonders wachsam beim Aufenthalt unter Eichen, oder wenn Ihre Kinder Raupen aufheben und herumtragen. Die Raupen des Eichenprozessionsspinners erkennt man an den langen, silbrig grauen „Haaren“. Die Haare sind es, die ähnlich wie bei Brennnesseln, die allergische Reaktionen auslösen.