Land Hessen fördert interkommunale Zusammenarbeit bei Windenergie in Niedernhausen | Aktuelle Nachrichten und Informationen

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Land Hessen fördert interkommunale Zusammenarbeit bei Windenergie in Niedernhausen

Ein weiterer Schritt in die Richtung, die im Sommer 2023 ein Bürgerentscheid vorgegeben hat: In Niedernhausen sollen Vorrangflächen für Windkraftanlagen entwickelt werden. Niedernhausen stemmt dieses Projekt nicht allein. Im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) wirken die Kommunen Niedernhausen, Eppstein und Idstein zusammen.

Das Land Hessen fördert die drei Kommunen mit 75.000 Euro aus dem „Förderprogramm interkommunale Zusammenarbeit.“ Am 24. März 2026 übergab Staatssekretär Martin Rößler den Förderbescheid an Niedernhausens Bürgermeisterin Lucie Maier-Frutig. Dabei lobte der Staatssekretär die die Verantwortlichen für ihre vorausschauende Planung: „Dieses Projekt schafft Synergien und leistet einen wertvollen Beitrag zur Energieversorgung der Zukunft. Durch die Zentralisierung der Projektsteuerung in der Gemeinde Niedernhausen fallen Kosten nicht in allen drei Kommunen an. Niedernhausen, Idstein und Eppstein haben die Weichen dafür gestellt, dass sie ihre Aufgaben im Bereich der Energieversorgung auch künftig effektiv wahrnehmen können.“

Niedernhausen, Idstein und Eppstein arbeiten bei der Entwicklung ihrer Windkraft-Vorranggebiete zusammen. Auf drei Flächen, die anteilig allen drei Kommunen gehören, sollen bis zum Jahr 2030 Windkraftanlagen entstehen. In einem öffentlich-rechtlichen Vertrag haben die drei Kommunen 2024 ihre Zusammenarbeit geregelt. Niedernhausen ist bei der Koordination federführend. Die Zentralisierung der Projektsteuerung bei einer Kommune spart Kosten, allein beim Personal etwa 66.000 Euro jährlich.

Für den Bau der Windkraftanlagen wurde nach einem Markterkundungsverfahren die Mainova AG in die engere Wahl genommen. Über den Frankfurter Energieversorger sagt Niedernhausens Bürgermeisterin Lucie Maier-Frutig: „Uns lag besonders am Herzen, dass wir bei der Windkraftentwicklung einen verlässlichen Partner an unserer Seite haben. Jemand, der uns, die Region und die lokalen Gegebenheiten kennt. Mit Blick auf den knappen Bürgerentscheid pro Windkraft muss auch für die Menschen, die Bedenken haben, offenkundig sein: Wir arbeiten mit jemandem zusammen, der umsichtig mit der Natur um uns herum umgeht.“

Derzeit werden Rahmenentwürfe für Nutzungs- und Pachtverträge durch eine von den beteiligten drei Kommunen beauftragte Anwaltskanzlei geprüft.